Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

 Bahnmagistrale Nürnberg – Berlin

Oberbau

Wie jede Bahnstrecke, so besteht auch die Neubaustrecke Erfurt - Leipzig/Halle aus Unterbau (Erdkörper, Tunnel, Brücken) und Oberbau. Der Oberbau ist der Fahrweg der Eisenbahn und sorgt für eine exakte Spurführung der Züge und eine sichere Aufnahme alle einwirkenden Kräfte. Seit mehr als 175 Jahren besteht der klassische Oberbau aus dem Dreiklang Schiene, Schwelle und Schotter.

Durch gestiegene Belastungen, insbesondere auf Hochgeschwindigkeitsstrecken, erreicht der Schotteroberbau seine wirtschaftliche Leistungsgrenze. Daher wird bei Hochgeschwindigkeitsstrecken wie bei der Neubaustrecke Erfurt – Leipzig/Halle das Gleisbett über weite Strecken als Feste Fahrbahn gefertigt. Dabei werden die Schienen direkt auf einen vorgefertigten Betonoberbau montiert – der sogenannte Feste Fahrbahn.

In Erfurt-Vieselbach beginnt die Feste Fahrbahn. Der Unterbau ist fertiggestellt und bereit für die Herstellung der Festen Fahrbahn im Sommer 2012. (Foto: DB AG)

Nachdem Brücken, Tunnel und der Erdbau fertiggestellt wurden, kann der Oberbau errichtet werden. Im Juni 2012 begannen auf dem 90 Kilometer langen Teilabschnitt der Neubaustrecke Erfurt – Leipzig/Halle die Arbeiten am Oberbau und an der Oberleitungsanlage. Damit nahm die Trasse erstmals die Konturen einer kompletten Eisenbahnstrecke für eine Reisegeschwindigkeit von 300 Kilometer pro Stunde an.

Bereits seit 2003 in Betrieb ist der Teilabschnitt zwischen Gröbers und Leipzig in Betrieb. Im Bild die Rollbrücke des Flughafens Leipzig/Halle über die Neubaustrecke Erfurt - Leipzig/Halle. (Foto: DB AG)

Der Teilabschnitt zwischen Gröbers und Leipzig mit Anbindung des Flughafens Leipzig/Halle sowie der Messe Leipzig wurde bereits 2003 fertig gestellt und in Betrieb genommen. Auf diesem 23 Kilometer langen Abschnitt wurde der Oberbau ebenfalls überwiegend mit Fester Fahrbahn realisiert.


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