Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

 Bahnmagistrale Nürnberg – Berlin

Die Neubaustrecke (NBS) VDE 8.1 Ebensfeld – Erfurt

(Video: DB AG)

Die Neubaustrecke (NBS) Ebensfeld - Erfurt ist als regelspurige, zweigleisige, elektrifizierte Eisenbahnstrecke für den hochwertigen Reise- und Güterverkehr konzipiert. Sie hat eine Gesamtlänge von 107 Kilometer.

Streckenkarte
(Grafik: DB AG)

Zahlen und Fakten

Streckenlänge: 107 km
Entwurfsgeschwindigkeit: 300 km/h
Tunnelbauwerke: 22 Stück
(insgesamt 41 km)
Talbrücken: 29 Stück
(insgesamt 12,3 km)
Infozentren/-punkte: 5

Die Trassierung ist für eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h ausgelegt. Der Oberbau wird als so genannte „Feste Fahrbahn“ ausgeführt. Die NBS verläuft durch 22 Tunnel mit 41 Kilometer und über 29 Talbrücken mit 12 Kilometer Gesamtlänge. Hinzu kommen 5 Kilometer Verbindungsstrecken zur Anbindung des Bahnhofs Coburg an die NBS. Die Strecke verläuft von Ebensfeld zunächst, rund 34 Kilometer, auf bayerischem Gebiet durch die Mainebene und anschließend östlich an Coburg vorbei. Die Stadt wird jedoch nicht links liegen gelassen, sondern über zwei Verbindungskurven bei Niederfühlbach und Dörfles-Esbach angeschlossen. Vom Froschgrundsee an der bayerisch/thüringischen Landesgrenze kommend, erreicht die Neubaustrecke nordwestlich von Grümpen den Überholbahnhof Theuern. Der Brücke über das Truckenthaler Wasser schließt sich der rund 8,3 Kilometer lange Bleßbergtunnel an.

Er durchquert den Bleßberg (862 Meter) und den Rennsteig nahe der Pechleite (838,5 Meter). Der Scheitelpunkt der Strecke liegt bei Goldisthal. Hier wechseln sich Brücken über tief eingeschnittene Täler und Tunnel ab. Nördlich der Oelze fällt die Trasse wieder ab. Der rund 7,4 Kilometer lange Silberbergtunnel unterquert Großbreitenbach und das unter Schutz gestellte Obere Möhrenbachtal. Eine 1.681 Meter lange Brücke überspannt das Tal der Ilm zwischen Langewiesen und Gehren.

Es schließt sich auf dem Wümberg der Haltepunkt Ilmenau an. Bei Trassdorf treffen die Eisenbahn- Neubaustrecke und die Trasse der Autobahn A 71 aufeinander. Auf rund 23 Kilometern werden beide Verkehrswege parallel geführt. Westlich von Molsdorf und Möbisburg über Erfurt-Bischleben führt die Trasse in Richtung Erfurt. Durch diesen Bogen wird das Wassergewinnungsgebiet Möbisburg geschont. Zwischen den Erfurter Stadtteilen Bischleben und Hochheim erreicht die Neubautrasse die bestehende Bahnstrecke Bebra–Erfurt, die Westeinfahrt der Bahn in die Landeshauptstadt. Dieser dreigleisige Teil erhält zwei zusätzliche Neubaustrecken- Gleise.


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