Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

 Bahnmagistrale Nürnberg–Berlin

Die Regnitztalbrücke

Traggerüst im 1. Bauabschnitt
Traggerüst im 1. Bauabschnitt (Foto: Krebs und Kiefer)

Zahlen und Fakten

Bauwerkslänge: 166,75 m
Bauzeit: 2010 - 2013
(Grafik: DB AG)

Die eingleisige Regnitzbrücke überführt die Stadtbahnlinie S1 bei Fürth-Stadeln über die Regnitz. Die Stadtbahnlinie S1 ist Teil der S-Bahn Strecke von Nürnberg über Fürth, Erlangen und Forchheim bis nach Bamberg. Nach Abschluss der gesamten Baumaßnahmen kann ein 20- Minuten-Takt bis nach Forchheim realisiert werden.

Regnitztalbrücke Längsschnitt
Längsschnitt (Zeichnung: Krebs und Kiefer)

Die dreifeldrige Spannbetonbrücke hat Stützweiten von 49,80 m – 67,15 m sowie 49,80 m und liegt parallel zur bestehenden 2-gleisigen Regnitzbrücke, die weiterhin den Fern- und Güterverkehr aufnimmt. Der Überbau ist trotz der geplanten S-Bahn-Nutzung für das Lastbild UIC und SW ausgelegt, um gegebenenfalls auch Schwerlastverkehr aufnehmen zu können.

Regnitztalbrücke Regelquerschnitt
Regelquerschnitt (Zeichnung: Krebs und Kiefer)

Der Überbau wird als gevouteter einzelliger Hohlkastenquerschnitt ausgeführt. Über den Stützen hat der Überbau eine Höhe von 4,8 m. In Feldmitte verjüngt sich der Überbau auf 2,5 m. Die Pfeiler und die Widerlager sind auf Bohrpfählen gegründet, um die Setzungen zu reduzieren. Auf dem Überbau wird die Montage einer Lärmschutzwand bereits konstruktiv vorgesehen.

Die Herstellung des Überbaus erfolgt abschnittsweise auf einem Traggerüst. Die Gründung des Traggerüstes ist wegen der exponierten Lage in der Regnitz für den Strömungsdruck eines HQ5 ausgelegt. Im Bereich der großen Mittelöffnung wurden Stahlrohre in die Zufahrtsbereiche zu den Jochen eingebaut, um den mindestens erforderlichen Durchflussquerschnitt nicht weiter einzuengen.

Herstellungsbedingt liegen zwischen der Herstellung des Trogquerschnittes und der Betonage der Fahrbahnplatte mehrere Wochen. Aus diesem Grunde werden die Hüllrohre mit den Spanngliedern mit getrockneter Luft gespült, um die Korrosion der Spannglieder zu verhindern.

Die kompletten Planungsdaten wurden in der workflowbasierten Projektplattform EPLASS abgelegt. Hierdurch ist sichergestellt, dass alle an diesem Projekt Beteiligten immer den gleichen Planungsstand haben und die Daten zu jeder Zeit über das Internet abrufen können. Die Prüfung der Unterlagen erfolgte ebenfalls in dieser Plattform. Alle Prüfeinträge wurden über dieses System in digitaler Form in den Unterlagen vorgenommen.

Text: Krebs und Kiefer
nach oben ^

Bahn in Europa: Stärken – Verbinden

Was wir konkret tun und welche Ziele wir dabei folgen, erfahren Sie hier:
www.bahn-fuer-europa.de

Das Projekt VDE8 wird gefördert durch: