Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

 Bahnmagistrale Nürnberg–Berlin

Planfeststellungsabschnitt (PFA) 17 Erlangen

Der 16 Kilometer lange Abschnitt Erlangen (Bahnkilometer 16,52 bis 32,40) beginnt südlich von Eltersdorf und führt über den Bahnhof Erlangen bis nach Baiersdorf. Nach Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Verfahrens besteht Baurecht. Die Bauarbeiten begannen im November 2011 auf einem etwa drei Kilometer langen Abschnitt der Bahnstrecke zwischen Erlangen-Bruck bis zum Bahnhof Erlangen (Projektbezeichnung: viergleisiger Streckenausbau Paul-Gossen-Straße–Bahnhof Erlangen, Bahnkilometer 20,96 bis 23,95). Die Investition in diese erste Bauetappe beträgt rund 50 Millionen Euro.

 

Entwurfsgeschwindigkeit Fernverkehr: 230/160 km/h
Entwurfsgeschwindigkeit S-Bahnverkehr: 160/140 km/h
Gleise: 4
Inbetriebnahme der Strecke: 2016

Viergleisiger Ausbau

Prinzipdarstellung einer viergleisig ausgebauten Bahnstrecke
Prinzipdarstellung einer viergleisig ausgebauten Bahnstrecke Hier: Abschnitt Erlangen-Bruck (Grafik: DB AG)

Die Trasse wird von zwei auf vier Gleise erweitert. Stützwände sichern die Verbreiterung der Bahntrasse in einem Geländeeinschnitt.
Mit Hilfe der Stützwände wird gleichzeitig die neu entstandene Böschung dauerhaft gesichert. Im ersten Abschnitt betrifft das die Strecke vom Bahnhof Eltersdorf bis zur Station Erlangen Paul-Gossen-Straße. Die Stützwände werden eingebaut, um dort die angrenzende Bebauung durch die Verbreiterung der Bahntrasse nicht zu beeinträchtigen. Bevor die eigentlichen Bauarbeiten beginnen können, müssen Bäume gefällt und Sträucher entfernt werden.

Bahnhof Erlangen

Umbau der Station

Im Bahnhof Erlangen werden die Gleise und Bahnsteige erneuert. Dazu zählt auch der Bau des Bahnsteigdaches auf dem bestehenden Mittelbahnsteig mit den Gleisen 2 und 3, damit die Fahrgäste künftig vor Wind und Regen geschützt sind. Ein neuer Aufzug ergänzt die neuen Treppen und kommt insbesondere mobilitätseingeschränkten Reisenden sowie Eltern mit Kinderwagen und Radfahrern zu Gute. Die beiden Fernbahnsteige an den Gleisen 1 und 4 sowie die vorhandenen Zugänge zur Personen-Unterführung bleiben im Wesentlichen unverändert. Nach diesem Umbau wird für alle Bahnkunden das Umsteigen vom Regional- auf den Fernverkehr sowie den öffentlichen Busverkehr der Stadt bequemer sein.

Die Bauphasen der Umbauarbeiten im Bahnhof Erlangen
Die Bauphasen der Umbauarbeiten im Bahnhof Erlangen (Grafik: DB AG)

Bauen bei laufendem Zugverkehr

Eine besondere Herausforderung stellt das Bauen bei laufendem Zugbetrieb dar. Der gesamte Bauablauf ist deshalb in einzelne Bauzustände eingeteilt. Hierbei werden für einen bestimmten Zeitraum Teile des Streckennetzes oder der Bahnsteige außer Betrieb genommen, um hier bauen zu können. Nach Abschluss des Umbaus wird der jeweilige Abschnitt wieder an das Streckennetz angeschlossen und anschließend der nächste Abschnitt umgebaut. In den so genannten Umschaltphasen zwischen zwei Bauabschnitten kann der Bahnverkehr weiter eingeschränkt sein. Über einen Ersatzverkehr werden die Reisenden rechtzeitig informiert.

Paul-Gossen-Straße

Straßenüberführung Paul-Gossen-Straße, Erlangen
Straßenüberführung Paul-Gossen-Straße, Erlangen (Visualisierung: DB AG)

Diese Straßenbrücke wird als Verknüpfung zwischen Straße und Schiene komplett erneuert und erhält an der Bahnstrecke unter der Brücke einen S-Bahnhaltepunkt. Über den Gleisen verläuft so eine vierstreifige Straße. An jeder Seite werden Wartebereiche mit Haltebuchten für gleichzeitig haltende Busse angefügt. Ein Rad- und Gehweg verläuft beidseitig mit einer Breite von je 4,25 Meter. Von den Bushaltestellen führen Treppen und ein Aufzug zum neuen Mittelbahnsteig der mittig unter der Brücke gebaut wird. Die gesamte Fläche auf der Brücke beträgt 47 x 35 Meter, also in etwa die Fläche eines Eishockeyfeldes.


nach oben ^

Bahn in Europa: Stärken – Verbinden

Was wir konkret tun und welche Ziele wir dabei folgen, erfahren Sie hier:
www.bahn-fuer-europa.de

Das Projekt VDE8 wird gefördert durch: