Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

 Bahnmagistrale Nürnberg–Berlin

Umweltschutz im Bahnknoten Leipzig

Artenschutz

Der Umweltschutz bei der Durchführung von Baumaßnahmen hat einen sehr hohen Stellenwert. Um hier einige Beispiele zu nennen:

Im Vorfeld der Baumaßnahme wurden langfristige Artenbeobachtungen durchgeführt, um zu verhindern, geschützte und seltene Tierarten in ihrem natürlichen Lebensraum zu stören. Dies hat zur Folge, dass Zauneidechsen und Fledermäuse für die Bauphase umgesiedelt und im neuen Lebensraum gepflegt werden.

Zauneidechse
Zauneidechse (Foto: DB AG)

Nach Beendigung der Bauarbeiten ziehen die Tiere dann wieder in ihren alten Lebensraum zurück.

Um den Gewässerschutz während und nach den Bauarbeiten zu gewährleisten sind zahlreiche Maßnahmen geplant, unter Anderem:

  • Alle betroffenen Weichen und Gleise erhalten Entwässerungsanlagen.
  • Soweit Entwässerungsleitungen und -gräben schon vorhanden sind, werden sie an die geänderte Gleisgeometrie angepasst.
  • Sämtliches gesammeltes Wasser versickert im Baufeld.
  • Um dies zu gewährleisten sind neu zu errichten: zwei Regenrückhaltebecken, ein Versickerbecken und ein Staukanal.
  • Drei vorhandene Versickerbecken werden vergrößert.

Kompensationsmaßnahmen

Der für die Kompensation der Eingriffe notwendige Ausgleich bzw. Ersatz wird auf bahneigenen Flächen im Stadtgebiet von Leipzig erbracht. Die gemäß des Leipziger Bewertungsmodells zu leistende Kompensation wird durch Nutzung der Ökokontofläche Gemarkung Gundorf, Flurstück 70/1 geleistet.

Zum Anschluss der Gleis- bzw. Bahnsteigentwässerung werden zwei indirekte Einleitungen in öffentliche Gewässer über das Abwassernetz der KWL erforderlich. Die Einleitgenehmigungen werden im Rahmen des Planrechtsverfahrens erteilt.

Die geplanten Maßnahmen sind mit dem Denkmalamt Stadt Leipzig vorabgestimmt und werden im Rahmen des Planrechtsverfahrens festgeschrieben.

Schallschutzwände

Im Rahmen der geplanten Umbaumaßnahmen wurde ein Schallschutzgutachten erstellt. Auf Grundlage der Beurteilung gemäß 16. BImSchV werden im Bauabschnitt insgesamt 4.240 m Schallschutzwand errichtet.


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