Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

 Bahnmagistrale Nürnberg – Berlin

Einbindung der Neu- und Ausbaustrecken VDE 8.2/8.3 in den Knoten Leipzig

Streckenkarte
(Grafik: DB AG)

Gebaut wird in zwei Bauabschnitten. Der erste Abschnitt (2012 bis 2015) ermöglichte die komfortable Anbindung an die Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle (VDE 8.2). Der zweite Abschnitt (ab 2016) umfasst vor allem einen umfangreichen Umbau der Bahnanlagen in Richtung Norden (VDE 8.3).

Zahlen und Fakten 2. Bauabschnitt

Neubau von Weichen: 80 (davon 15 Bauweichen)
Neubau von Gleisen: 14 km
Neubau von Schallschutzwänden: 4,2 km
Neubau von Oberleitungsanlagen (OLA) und Ausrüstungstechnik: 51,7 km
Bauzeit: 2016–2020

 

Die Baumaßnahmen im 2. Bauabschnitt

Infofilm: Einbindung VDE 8 in den Eisenbahnknoten Leipzig, 2. Bauabschnitt (Video: DB AG)

Der 2. Bauabschnitt umfasst folgende Maßnahmen:

  • Anpassung der Gleisanlagen auf den Strecken 5919, 6411, 6396 und 6369
  • Anpassung der Hallesche Gruppe (nachfolgend Zugbildungsanlage Nord)
  • Erneuerung der Entwässerungseinrichtungen
  • Anpassung der Leit- und Sicherungstechnik (ESTW/ETCS)
  • Anpassung der Oberleitungsanlagen
  • Erneuerung EÜ Essener Straße

Die Maßnahmen des 2. Bauabschnittes finden in folgenden Streckenabschnitten statt:

  • Strecke 5919 (Eltersdorf–Erfurt–Leipzig Hbf) km 306,630–km 311,060
  • Strecke 6411 (Trebnitz Streckenwechsel–Leipzig Hbf) km 75,969–km 80,471
  • Strecke 6396 (Leipzig Bayerischer Bf–Leipzig Hbf) km 4,620–km 5,900 (punktuelle Anpassung im Bereich des Weichenkreuzes W7)
  • Strecke 6369 (Leipzig-Wahren–Engelsdorf (b Leipzig)) km 7,419–8,461
  • Strecke 6388 (Neuwiederitzsch–Leipzig-Mockau) nur ESTW

Der Planungsabschnitt liegt im Bereich des Steuerbezirkes 15 der Betriebszentrale Leipzig. Bestandteil sind die ESTW-UZ Leipzig Hbf und die ESTW-UZ Leipzig Ostseite mit den zugehörigen ESTW-A Leipzig Nord und ESTW-A Leipzig Ost.

Zahlen und Fakten 1. Bauabschnitt

Sanierung/Abriss von Ingenieurbauwerken: 5
Neubau von Weichen: 74
Neubau von Gleisen: 11 km
Neubau von Oberleitungsanlagen (OLA) und Ausrüstungstechnik: 22 km
Bauzeit:
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2012-2017

Die Baumaßnahmen im 1. Bauabschnitt

Infofilm: Einbindung VDE 8 in den Eisenbahnknoten Leipzig, 1. Bauabschnitt, 2012 bis 2015 (Video: DB AG)

Die Neubaustrecken der Bahnmagistrale Berlin–Nürnberg, die den zentralen Teil der europäischen Nord–Süd-Achse darstellen, in den größten Kopfbahnhof Europas einzubinden, stellte eine große Herausforderung für alle Beteiligten dar.

Mit der Einbindung der VDE 8.2/8.3 in den Knoten Leipzig waren umfangreiche Um- und Neubaumaßnahmen erforderlich, die sich in drei Bauabschnitte gliederten:

  • Die Bahnsteige 10-15 im Hauptbahnhof Leipzig wurden an die geltende europaweite Normung für schienengebundenen Hochgeschwindigkeitsverkehr angepasst. Damit einher gingen unter anderem Anpassungen der Bahnsteighöhen und -längen.
  • Die Eisenbahnüberführung über die Parthe und die Rackwitzer Straße im Bereich des Gleisvorfeldes wurden abgebrochen und teilweise neu errichtet. Unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wurde das Erscheinungsbild an den Altbestand angepasst. Für den Autofahrer deutlich sichtbar: Die neue Eisenbahnüberführung hat keine Mittelstützen mehr im Bereich der Rackwitzer Straße, womit ein relevanter Unfallschwerpunkt zu entschärft wurde.
  • Zwei Verkehrstunnel in der Bahnhofsausfahrt wurden im Zuge der Baumaßnahmen verfüllt. Einer wurde schon seit einiger Zeit nicht mehr genutzt, der andere bindet die Ausfahrt Richtung Dresden in den Hauptbahnhof ein, welche im Zuge der gesamten Baumaßnahmen verlegt und für höhere Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h ertüchtigt wurden.
  • Das gesamte Gleisvorfeld für die Einbindung der Strecken 5919, 6411 und 6363 in den Hauptbahnhof wurde neu gebaut.
  • Die Nordrampe des Citytunnels tangiert die Baumaßnahme ganz gravierend und musste als Bestandsbauwerk entsprechend planerisch berücksichtigt werden.

Impressionen nach Fertigstellung 1. Bauabschnitt

 


Schon im 12. Jahrhundert erkannte Markgraf Otto der Reiche von Meißen die Bedeutung der „Urbs Libzi“ – Stadt der Linden und verlieh dem heutigen Leipzig das Stadt- und Marktrecht. Gelegen an der Kreuzung der beiden wichtigsten europäischen Handelsrouten, der via regia und der via imperii entwickelte sich Leipzig in den folgenden Jahrhunderten zu einer der bedeutendsten Handels- und Messestädte Europas. Noch heute liegt Leipzig im Kreuzungspunkt der wichtigen Achsen Italien–Skandinavien und Frankreich–Osteuropa und verfügt über den wichtigsten Interkontinentalflughafen Mitteldeutschlands.


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