Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

 Bahnmagistrale Nürnberg – Berlin

Oberbau im Bahnknoten Leipzig

Der Oberbau im Gleisvorfeld wird nach dem Ausrüstungsstandard Schotteroberbau hergestellt. Alle neuen Gleise werden demzufolge in folgenden Oberbauarten ausgeführt:

  • W 14K-54-B
  • W 14K-60-B

Hierbei werden die Schienen (54kg/m bzw. 60kg/m) mit Spannklemmen an den Betonschwellen befestigt.

Neu einzubauende Weichen haben die Bauformen S54 oder UIC60 mit Betonunterschwellung. Die Weichen der Schienenform S49 werden nur in schwach belasteten Gleisen vorgesehen. Die besonders robuste Bauweise UIC60 wird voraussichtlich nur auf den Strecken 5919 ( TEN-HGV Neubaustrecke VDE 8.2) und 6411 ( TEN-HGV-Ausbaustrecke VDE 8.3) verwendet. Eventuell kommt auch ein Einbau auf der Strecke 6363 (Ausfahrt Richtung Dresden) in Frage.

Im gesamten Umbaubereich wird die Bettung vollkommen erneuert, wobei überall die ressourcenschonende Verwendung von aufgearbeitetem Altschotter zugelassen ist.

Die Herstellung des normgerechten Regelquerschnittes ist im Umbaubereich vollständig möglich und wird ausgeführt.

Prinzip Schotterbauweise

(Interaktive Grafik: DB AG) Bitte klicken Sie auf das Bild um die Anwendung zu öffnen.

Der Oberbau im 2. Bauabschnitt

Knoten Leipzig: Die Umbaubereiche im 2. Bauabschnitt (Foto: DB AG)
Knoten Leipzig: Die Umbaubereiche im 2. Bauabschnitt, IST-Zustand (Foto: DB AG)
Knoten Leipzig: Die Umbaubereiche im 2. Bauabschnitt (Foto: DB AG)
Knoten Leipzig: Die Umbaubereiche im 2. Bauabschnitt, SOLL-Zustand (Foto: DB AG)

Umbaubereich 2.1 Bf Leipzig Hbf

Die vorhandenen Gleise und Weichen im Umbaubereich des Bf Leipzig Hbf befinden sich in unterschiedlichen Erhaltungszuständen. Auf Grund der vorhandenen Gleisabstände und den damit fehlenden sicherheitsrelevanten Aufstellflächen beträgt die derzeitige Geschwindigkeit nur 40 km/h.

Im Bereich der Einfahrgleise der zukünftigen ZBA Nord aus Richtung Bf Leipzig Hbf liegt derzeit das Weichenkreuz 7 mit 24 Weichen. Dieses muss aufgrund der Neuordnung der Gleislagen komplett aufgelöst werden.

Die umfangreiche Neugestaltung des „Weichenkreuz W7“ ist aus folgenden Gründen erforderlich:

  • Geschwindigkeitserhöhung der Strecken 5919/6411/6396
  • Lageverschiebung der Strecken 5919/6396
  • Kapazitätserhöhung Strecke 5919 (Minimierung von Fahrstraßenausschlüssen)

Die notwendigen oberbautechnischen Gleisumbauten sind im Folgenden aufgelistet:

  • Rückbau Gleise (Strecken 5919, 6411, 6396)
  • Neubau Gleise (Strecken 5919, 6411, 6396)

Umbaubereich 2.2 Bf Leipzig-Mockau

Die Gleis- und Weichenanlagen des Bereiches Bf Leipzig-Mockau befinden sich in der Ursprungslage des Inbetriebnahmezeitpunktes vor ca. 100 Jahren.

Die Gleise der Strecke 6411 verlaufen westlich des Bahnhofs ohne gleismäßige Verknüpfung. Neben diesen Streckengleisen liegt das mittlerweile entbehrliche Industriestammgleis, über das vom Bf Wiederitzsch kommend in der Vergangenheit zahlreiche Anschließer bis in das innere Stadtgebiet Leipzig bedient wurden.

Im Bereich Bf Leipzig-Mockau besteht ein Anschluss der Stadt Leipzig mit den Anschlussbahnen der Neuen Messe Leipzig und der BMW AG. Das Gleis 15 ist das Ausziehgleis der Anschlussbahnen und befindet sich im Eigentum der Stadt Leipzig. Aufgrund der notwendigen Anpassungen der Sicherungstechnik sind umfangreiche Spurplanänderungen (Anpassung Regelgleisabstände), die zusätzlich Geschwindigkeitserhöhungen ermöglichen, vorgesehen. Weiterhin ist eine Geschwindigkeitsanhebung der Gleise der Strecken 5919 und 6411 gemäß VzG von derzeit 120 km/h auf 160 km/h vorgesehen.

Die notwendigen oberbautechnischen Gleisumbauten sind im Folgenden aufgelistet:

  • Rückbau Gleise (Strecken 5919, 6411, 6369, 6396)
  • Neubau Gleise (Strecken 5919, 6411, 6369, 6396) – Neue Gleisbezeichnung

Umbaubereich Zugbildungsanlage (ZBA)

Im Bereich der zukünftigen ZBA Nord liegt die Hallesche Abstellgruppe. Diese Abstellanlage befindet sich in der trapezförmigen Fläche zwischen den Strecken 5919 und 6411. Es sind ein Stumpfgleis und 8 Zugbildungsgleise vorhanden. Aufgrund der VDE-Einbindung (Strecke 5919) findet im Bereich der ZBA Nord eine Neuordnung der Gleisanlagen statt, da sich derzeit die ZBA in einer Insellage zwischen ABS (Strecke 6411) und NBS (Strecke 5919) befindet. Die geplante Auflösung dieser Insellage bewirkt zum einen die Erhöhung der Ein- und Ausfahrgeschwindigkeiten auf den NBS-Gleisen und zum anderen die Minimierung der Beeinflussung von gleichzeitigen Zugfahrten in den Bereichen ZBA Nord und NBS. Durch die neue Gleislage der Strecke 5919 ist der Rückbau der bestehenden Gleise 8651, 8652 (derzeitig und zukünftig mit Zugbildungsfunktion) erforderlich.

Um die derzeitige Funktion der ZBA Nord ohne Kapazitätsverlust zu erhalten, ist es notwendig, zwei neue Gleise (als Ersatz für die Gleise 8651 - 8652) sowie mehrere neue Weichen einzubauen. Diese Gleise (Gleis 251 und 252) werden westlich der ZBA Nord errichtet.

Stützwände

Aufgrund der unterschiedlichen Höhenlagen der Strecken 5919, 6411, 6369 sowie der Herstellung eines regelkonformen Bahnkörpers (Gleis 301), werden folgende Stützkonstruktion erforderlich:

  • Neubau Stützwand km 309,945 – 310,460 (Strecke 5919)
  • Neubau Stützwand km 77,231 – 77,259 (Strecke 6411)
  • Neubau Stützwand km 77,285 (Strecke 6411) - km 7,161 (Strecke 6369)

Des Weiteren wird zur Herstellung der erforderlichen Straßenbreite im Bereich der Essener Straße die Abfangung eines Straßendammes erforderlich. Dieses wird durch den Neubau einer Stützwand (km 307,896 – 307,916 (Strecke 5919)) erreicht.


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