Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

 Bahnmagistrale Nürnberg–Berlin

Tunnel Silberberg

Nordportal Tunnel Silberberg im November 2015 (Foto: DB AG/Frank Kniestedt)
Nordportal Tunnel Silberberg im November 2015 (Foto: DB AG/Frank Kniestedt)

Zahlen und Fakten

Bauwerkslänge: 7.391 m
Lichte Höhe: 10,63 m
Lichte Weite: 13,64 m
Maximale Überdeckung: 120 m
Gleise: 2
Notausgänge: 8
Tunnelausbruchsmassen: 1,5 Millionen m3
Bauweise: bergmännisch
Entwurfsgeschwindigkeit: 300 km/h

Der Tunnel Silberberg in der Nähe der Stadt Großbreitenbach ist nach dem Bleßbergtunnel mit einer Länge von 7.391 Meter der zweitlängste Tunnel der Neubaustrecke (NBS) Ebensfeld–Erfurt. Am nördlichen Hanganschnitt des Oelzetales befindet sich das Südportal des Tunnels. Hier taucht die Tunnelachse in das Thüringer Schiefergebirge ein und führt unter das Hochplateau von Großbreitenbach, wo der westliche Teil der Stadt unterfahren wird.

Streckenkarte
(Grafik: DB AG)

Der Bau des Tunnels erfolgte in zwei Abschnitten (Süd / Nord), wobei beide Tunnelabschnitte zeitgleich hergestellt wurden. Der Vortrieb erfolgte dabei nicht wie allgemein üblich von den Tunnelportalen aus, sondern über zwei Zwischenangriffsstollen, welche später als Notausgänge genutzt werden. Diese beiden Zwischenangriffsstollen wurden bei Altenfeld mit 752 Metern Länge und bei Möhrenbach mit 352 Metern Länge jeweils seitwärtsfallend, senkrecht zur Tunnelachse in den Berg bis zur eigentlichen Tunnelröhre vorgetrieben. Der Abtransport des gelösten Materials erfolgte durch den aufgefahrenen Tunnel und die Zwischenangriffsstollen im Süden direkt mit Baustellenfahrzeugen auf die Deponie Reischeltal und im Norden mit Straßenfahrzeugen über die L 1047 auf die ca. 1,7 Kilometer entfernte Deponie Ilmsenberg.


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