Der Streckenbau
Neben den gesondert beschrieben Talbrücken und Tunnelbauwerken verläuft die Strecke größtenteils auf „freiem Feld“. Um eine Strecke ebendort zu errichten, muss zunächst der nicht ausreichend tragfähige Boden entfernt oder verbessert werden. Anschließend werden tragfähige und frostunanfällige Böden eingebaut und entsprechend verdichtet. Darauf wird später die sogenannte Feste Fahrbahn, die die hohen Fahrgeschwindigkeiten ermöglicht, gegründet.
(Foto: DB AG)
Da die Feste Fahrbahn nur geringste Setzungen und Verformungen verträgt, bestehen erhebliche qualitative Anforderungen an die darunter
liegenden Gründungsschichten, den sogenannten Unterbau.
Weiterhin werden folgende Maßnahmen im Rahmen des Streckenbaus erforderlich:
- Bau von Straßen- oder Wegeüberführungen (SÜ)
- Eisenbahnüberführungsbauwerke (EÜ) der Neubaustrecke über z.B. Wege oder Flüsse
- Bau von Damm- und Einschnittsbauwerken
- Herstellen von Durchlässen und Querungen
- Bau von Überholbahnhöfen und Überleitstellen
- Einbau der Streckenentwässerung
- Anlagen des Wind- und Lärmschutzes
- Herstellen von Kabelgefäßsystemen für die technische Ausrüstung
In einzelnen Bereichen werden vor Beginn der Bauarbeiten archäologische Vorerkundungen durchgeführt.
Das Bauverfahren

Grundprinzip Bauverfahren (Grafiken: DB AG)
Das Grundprinzip: Der im den Geländeeinschnitten abgetragene Boden wird als Material für neue Dämme wieder eingebaut. Da das Baumaterial aus Löß, Lößlehm über Geschiebemergel/-lehm besteht, muss es für den folgenden Einbau mit Bindemitteln verbessert werden. Das geschieht unter ständiger Kontrolle der Eigenschaften. Die Trasse (das Erdbauwerk) wird mehrschichtig aufgebaut. Das Prinzip: auf einer hydraulisch gebundenen Tragschicht deckt eine Frostschutzschicht den gesamten Bahnkörper ab. Nach dem Trassenbau folgt der Bau der Festen Fahrbahn. Die Schienen sind hier in einer Betonkonstruktion befestigt. Nur die Überholgleise werden in traditionelle Bauweise mit Schotter ausgeführt.






