Verkehrsprojekt der Deutschen Einheit 8

VDE 8.1 Ausbaustrecke Nürnberg - Ebensfeld

Umwelt

Die Umweltprojekte der VDE 8.1 Ausbaustrecke

Der Ausbau einer Eisenbahnstrecke ist mit Eingriffen in die Natur und das Landschaftsbild verbunden. Diese werden jedoch nach einem detaillierten landschaftspflegerischen Konzept gemindert oder ausgeglichen. Wenn Verluste an Lebensräumen für Tiere und Pflanzen nicht vor Ort kompensiert werden können, werden sie an anderer Stelle gleichwertig ersetzt. Vor Beginn der konkreten Planungen erfolgte im Rahmen der Studie zur Umweltverträglichkeit des Bahnvorhabens eine eingehende Analyse der betroffenen Umwelt. Die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung bestätigen, dass der Streckenausbau zwischen Nürnberg und Ebensfeld die aus Umweltsicht verträglichste Lösung darstellt: Durch den Ausbau der bestehenden Strecken werden Neuzerschneidungen der Landschaftsräume vermieden und die günstigen Bündelungseffekte mit vorhandenen Verkehrswegen genutzt. In enger Abstimmung mit den betroffenen Städten und Landkreisen wurden zahlreiche Kompensationsmaßnahmen entwickelt, die Verluste ausgleichen helfen.

Zum Beispiel werden im Fürther Regnitzgrund bei Stadeln Maßnahmen zur Erhöhung der ökologischen Vielfältigkeit ergriffen. Sinnvolle Ergänzungen im Rahmen der Gewässerentwicklungspläne der Städte Nürnberg und Fürth zwischen Kleingründlach und Steinach sowie der Stadt Erlangen am Hutgraben bei Tennenlohe sorgen für Ausgleich bei Beeinträchtigungen ökologischer Funktonen oder Ersatz verloren gegangener ökologischer Werte. Im Landkreis Erlangen-Höchststadt, am Stadtrand von Erlangen, ist zur Verbesserung und Sicherung der Standortverhältnisse von Sandmagerrasenflächen im Naturschutzgebiet „Tennenloher Forst“ eine Entbuschung und dauerhafte Beweidung mit Przewalski-Wildpferden vorgesehen.

Przewalski-Wildpferde

Przewalski-Wildpferde (Foto: Johannes Marabini, LRA Erlangen-Höchstadt)

Verschiedene Maßnahmen zum Speziellen Artenschutz sind vor Beginn der Baumaßnahmen zu realisieren. So werden Ausweichbiotope für die Zauneidechsen, die in den überplanten Bahn-Schotterkörpern leben, angelegt. An der Gründlach sind Lebensräume von Fledermäusen durch die Trasse berührt. Um deren Populationen zu lenken, wurden hier bereits Fledermauskästen in genügendem Abstand zum geplanten Baufeld aufgehängt.

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Planungen zum Fledermausschutz in der Gemarkung Großgründlach
(Grafik: Bettina & Dr. Detlev Cordes & AG Fledermausschutz Nbg.)

Für die Wiesenvögel werden Äcker am Hutgraben frühzeitig in extensives Grünland umgewandelt. Neben dem ökologischen Ausgleich wird auch das Landschaftsbild durch die landschaftspflegerischen Maßnahmen im Baubereich neu gestaltet, um auch in Zukunft Erholungssuchenden ein angemessenes Naturerlebnis zu bieten.

VDE 8

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