Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

 Bahnmagistrale Nürnberg–Berlin

Unterwerke an der 8.1 Neubaustrecke

Allgemeines

Die Deutsche Bahn versorgt ihre elektrischen Triebfahrzeuge über ein einphasiges Oberleitungs-Wechselstromnetz mit einer Nennspannung von 15 kV und einer Nennfrequenz von 16,7 Hz. Die 15-kV-Oberleitungen werden in der Regel über Speisekabel und Speiseleitungen von den 15-kV-Sammelschienen in den Bahnstromschaltanlagen der Unterwerke, Schaltposten, Kuppelstellen, Umformer- und Umrichterwerke gespeist.

Die Unterwerke des zentralen Netzes werden aus dem 110-kVBahnstromleitungsnetz der DB Energie versorgt. In den Unterwerken wird die 110-kV-Spannung des Bahnstromleitungsnetzes auf die 15-kV-Oberleitungsspannung umgespannt und über Oberleitungsabzweige den zu versorgenden Streckenabschnitten zugeführt.

Ein Unterwerk im zentralen Netz besteht im Wesentlichen aus folgenden Anlagenteilen:

Kuppelstellen (15-kV-Schaltanlagen mit nur einem Leistungsschalter bei Streckenspeisung in Querschaltung) verbinden die Speisebereiche benachbarter Schaltanlagen bei besonders großen Schaltanlagenabständen mit dem Ziel der höherer Belastbarkeit der Strecken und besseren schutztechnischen Selektivität.

  • 110-kV-Freiluftschaltanlage
  • Umspanner
  • 15-kV-Innenraumschaltanlage
  • Schutz- und Stationsleittechnik
  • Eigenbedarfsanlage

Unterwerk Roth

Das Unterwerk Roth dient künftig ausschließlich der Versorgung der NBS mit Traktionsstrom. Zu diesem Zweck wird das Unterwerk als Bahnstromleitung ockunterwerk mit einer Umspannerleistung von 2 x 15 MVA ausgerüstet. Es bezieht seine Energie aus dem 110-kV-Bahnstromnetz über zwei Stromkreise der Bahnstromleitung 338 Abzw – Roth, welche aus der Bahnstromleitung 420 Ebensfeld – Steinbach versorgt wird.

Unterwerk Wolfsberg

Unterwerk Wolfsberg (Foto: DB AG)

Das Unterwerk Wolfsberg dient ausschließlich zur Versorgung der NBS mit Traktionsstrom. Es wird als Bahnstromleitung Blockunterwerk errichtet und speist die Traktionsenergie in die drei Speiseabschnitte der NBS. Zu diesem Zweck wird das Unterwerk mit 2 Umspannern je 15 MVA ausgerüstet.

Unterwerk Eischleben

Unterwerk Eischleben (Foto: DB AG)

Die Einbindung des Unterwerk Eischleben als Knotenunterwerk in das 110-kV-Bahnstromleitungsnetz erfolgt mit Volleinführung der aufzutrennenden 110-kV Bahnstromleitung Weimar–Bebra mit vier Stromkreisen und zwei weitere Stromkreise führen zum Unterwerk Ilmenau. Das Unterwerk speist die Traktionsenergie in drei Speiseabschnitte der NBS. Zu diesem Zweck wird das Unterwerk mit 2 Umspannern je 15 MVA ausgerüstet.

Schaltposten

Allgemeines

Schaltposten (15-kV-Schaltanlagen mit zwei oder mehr Leistungsschaltern bei Streckenspeisung in Querschaltung) verbinden die Oberleitungen mehrerer Strecken zur Speisung, zum selektiven Schutz und zum Potenzialausgleich und versorgen einseitig gespeiste Oberleitungsabschnitte mit der 15-kV-Spannung. Ziel des Einsatzes der hier beschriebenen Schaltanlagen ist es, bei mindestens gleicher oder höheren Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit die LCC gegenüber dem derzeit bei DB Energie vorhandenen Schaltanlagenkonzept nachweislich zu senken.

Schaltposten Dörfles-Esbach

Mit dem Schaltposten wird die elektrische Verknüpfung der bestehenden Strecke Coburg–Sonneberg zur Neubaustrecke hergestellt und somit die nördliche Einschleifung Coburgs realisiert.

Schaltposten Niederfüllbach

Mit dem Schaltposten wird die elektrische Verknüpfung der bestehenden Strecke Lichtenfels–Coburg zur Neubaustrecke hergestellt und somit die südliche Einschleifung Coburgs realisiert.


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