Verkehrsprojekt der Deutschen Einheit 8

VDE 8.1 Ausbaustrecke Nürnberg - Ebensfeld

Tunnel

Trassierung

Die Trasse der Güterzugstrecke 5955 verläuft aufgrund der dichten Bebauung in den Stadtbereichen Nürnberg und Fürth überwiegend in Tunnel- oder in offener Tieflage und orientiert sich im Wesentlichen an Korridoren bereits vorhandener Verkehrswege. Dies sind im Süden die vorhandene Bahnstrecke Nürnberg Rbf – Fürth Hbf und im nördlichen Teil die in Nord-Süd-Richtung verlaufende BAB 73 (Frankenschnellweg).

Die Neubaustrecke beginnt am Anfang des Kleinreuther Bogens auf Höhe der Straßenbrücke Wallensteinstraße bei km 4,834 mit der Ausbindung aus der Bestandsstrecke. Beide Strecken werden im viergleisigen Ausbau parallel durch den Bogen geführt, wobei sich die Gleise Neubaustrecke zwischen den außenliegenden Gleisen der Bestandsstrecke befinden. Zwischen den Sportstätten des SG Nürnberg-Fürth 1883 e.V. im Osten und den Einkaufshallen von Real und Mediamarkt im Westen erfolgt auf den Innengleisen der Neubaustrecke ein Gradientenwechsel, die neue Güterzugstrecke wird fortan mit einer Längsneigung von 12,5 ‰ in einer trogförmig ausgebildeten Wanne hinab geführt.

(3D-Simulation: DB AG)

Bei km 6,200 geht Trogbauwerk Süd in den 2-gleisigen Tunnel über, welcher in einer Länge von 505 m in offener Bauweise hergestellt wird. Bei km 6,705 aus Höhe des Zuckermandelswegs erfolgt der Übergang vom Rechteckquerschnitt der offenen Bauweise zum Kreisquerschnitt der bergmännischen Bauweise. Um den Tunnel neben den in Betrieb befindlichen Gleisen und ohne Eingriff in die überwiegend westliche Bebauung herstellen zu können, schwenkt die Trasse bei km 6,200 in östliche Seitenlage aus und unterfährt die Leyher Straße bei km 7,344. Im weiteren Verlauf folgt sie dem bestehenden Bahnkörper parallel bis km 7,505.

Ab km 7,505 werden einige Gebäude des Gewerbegebiets Hundingstraße mit Fundamentabständen von 8 bis 10 m, die BAB 73, die Bahnlinie Nürnberg Hbf. - Fürth Hbf. sowie die Fürther Straße einschließlich der aufgeständerten U-Bahn unterfahren. Die Firstüberdeckung liegt in diesem Bereich bei ca. 10 - 15 m. Die Trasse erreicht nördlich der Anschlussstelle der BAB 73 Nürnberg/Fürth bei km 8,747 ca. 19 m unter der Geländeoberkante ihren tiefsten Punkt und unterfährt anschließend mit einer Überdeckung von ca. 10 m die Pegnitz. Ab dem Gradientenwechsel am Tiefpunkt steigt der Tunnel nordwärts mit einem Längsgefälle von 2,07 ‰ an.

Nach Unterquerung von überwiegend Grün- und Kleingartenanlagen im Bereich Dammstraße mit Firstüberdeckungen von 20 bis 25 m verläuft der Tunnel ca. ab km 9,800 unter der östlichen Fahrbahn der BAB 73. Die Überdeckung liegt hier bei ca. 17 m, nimmt aber im weiteren Verlauf kontinuierlich ab. Bei Stationierung km 12,700 schwenkt der Tunnel auf Höhe der Ortslage Fürth-Kronach in östliche Parallellage zur A 73. Gleichzeitig erfolgt ein Wechsel der Längsneigung von 2,07 ‰ auf 12,50 ‰, welche bis über das Tunnelportal hinaus bestehen bleibt. Bei km 13,250 erfolgt auf Höhe der Straßenüberführung - Am Reichsgraben der Querschnittswechsel vom bergmännischen Tunnel zur offenen Bauweise. Die Firstüberdeckung beträgt hier noch ca. 5 bis 6 m.

Der Tunnel endet bei km 13,700 nördlich von Fürth-Kronach. Der bei km 13,461 querende Bucher Landgraben wird über die Tunneldecke hinweg in einem offenen Gerinne geführt. Vom Tunnelportal aus verlaufen die Gleise bis zum km 14,250 in einem Trogbauwerk.

Bis zur Einbindung der Strecke in die ABS Nürnberg – Ebensfeld bei km 18,507 liegen die Gleise als freie Strecke in Dammlage.

Der in geschlossener Bauweise geplante Tunnelabschnitt (km 6,705 bis km 13,250) weist eine Länge von L = 6545 m auf, an den sich im südlichen Abschnitt ein in offener Bauweise hergestellter Tunnelabschnitt von L = 505 m (km 6,200 bis km 6,705) und im nördlichen Abschnitt ein in analoger Bauweise hergestelltes Bauwerkteil von L = 450 m (km 13,250 bis km 13,700) anschließt.


 

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