06.10.2011:
Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle unterquert neue Straßenkreuzung im Thüringer Becken
Nach etwa zweijähriger Bauzeit wurde am Donnerstag im Zuge des Baus der Eisenbahn-Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle eine neue Straßenkreuzung im Landkreis Sömmerda freigegeben.
Dr. Marion Eich-Born, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Landesentwicklung, Bau und Verkehr, Volker Hädrich, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für den Freistaat Thüringen, Olaf Drescher, Gesamtprojektleiter der neuen Bahn-Verbindung Nürnberg-Berlin, Kommunalpolitiker, Bauleute und Anwohner befuhren nach dem traditionellen Durchschneiden eines Bandes den neuen Kreisverkehr zwischen der Bundesstraße B 85 und der Landesstraße L 1058. Mit dem neuen Kreisverkehr wurden etwa 3 Kilometer Bundes- und Landesstraße sowie zwei Straßenbrücken von knapp 60 Metern bzw. knapp 50 Metern Länge über die neue Bahnlinie gebaut. Auch das Wartehäuschen an der Bushaltestelle ist neu. Die Einzelinvestition beträgt etwa 15 Millionen Euro.
Die neue Straßenkreuzung ist Teil eines etwa 35 Kilometer langen Abschnitts im Thüringer Becken der 123 Kilometer langen Eisenbahn-Neubaustrecke von Erfurt nach Leipzig und Halle. Sichtbares Zeichen für den Baufortschritt im Thüringer Becken sind neben den Arbeiten an der eigentlichen Trasse auch die vielen neuen Brücken, die in allen Klassifizierungen - vom Wirtschaftsweg bis zur Bundesstraße - über die neue Bahntrasse führen und vorhandene Wegebeziehungen erhalten. Es sind 24 Stück in diesem Abschnitt. Im Jahr 2012 sind alle fertig gestellt und nutzbar, so das Ziel. Dann folgt die nächste Bauetappe, die Ausrüstung der Strecke mit Oberleitungsanlagen und Gleisen, die hier in einem festen Betonbett liegen werden.
Das gesamte Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8 umfasst die 500 Kilometer lange Aus- und Neubaustrecke Nürnberg–Erfurt–Leipzig/Halle–Berlin. Die Inbetriebnahme der Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle ist für 2015 geplant, die der Neubaustrecke von Ebensfeld bis nach Erfurt im Jahre 2017.
Finanziert wird das Projekt vom Bund, der Europäischen Union und der Bahn. Die Investition beträgt etwa zehn Milliarden Euro. Die Fahrzeit von München nach Berlin wird sich auf rund vier Stunden verringern, von Erfurt nach Halle auf etwa eine halbe Stunde. Damit erhält der Personen- und Güterverkehr auf der Schiene eine konkurrenzfähige und umweltgerechte Alternative zu Straße und Flugzeug.
Foto 1: Vor etwa 200 Gästen und Beteiligten....
Foto 2: ....wurde das Band zur Freigabe durchschnitten...
Foto 3:...und der neue Kreisverkehr befahren.







