29.03.2011:
Halbzeit beim Trassenbau für die Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle im Abschnitt Thüringer Becken
Nach knapp zweijähriger Bauzeit ist die Trasse der Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle im Thüringer Becken bereits gut zu erkennen. Dieser etwa 35 Kilometer lange Abschnitt ist vor allem geprägt durch umfangreichen Erdbau für Bahndämme und Geländeeinschnitte. 2,6 Millionen Kubikmeter Boden müssen dafür bewegt werden. Diese Transporte laufen vor allem auf einer 6,50 m breiten Baustraße, die als erster Bauschritt parallel zur neuen Bahntrasse errichtet wurde und als letzter Bauschritt auf die Breite eines Bahnseitenweges von 3,50 m verringert wird.
Sichtbares Zeichen für den Baufortschritt sind die vielen neuen Brücken, die alle Kategorien von Straßen, vom Wirtschaftsweg bis zur Bundesstraße, über die neue Bahntrasse führen und vorhandene Wegebeziehungen erhalten. Es sind 24 Stück in diesem Abschnitt. Bis 2012 sind alle fertig gestellt und nutzbar, so das Ziel.
Die beiden großen Talbrücken verkörpern den modernsten Stand der Brückenbaukunst. Während die Scherkondetalbrücke bei Krautheim bereits die Bauabnahme hinter sich hat, läuft bei der Gänsebachtalbrücke bei Buttstädt noch der Vorschub des Überbaus über die Pfeiler, des Brückenteils, auf dem später die Züge fahren. Beide Konstruktionen sind mit ihrem grazilen Erscheinungsbild für Eisenbahnbrücken bisher einmalig.
Ende 2012 soll die nächste Bauetappe folgen, der Beginn der Ausrüstung der Strecke, d.h. dann wird sie als Bahnstrecke erkennbar werden. Sie erhält ihre Gleise, die hier in einem festen Betonbett liegen werden.
Foto1: Erdbau bei Berlstedt, Los 2
Foto2: Zufahrt zur Baustelle
Foto3: Pressetermin bei Krautheim







