Verkehrsprojekt der Deutschen Einheit 8

Neubaustrecke Erfurt - Leipzig/Halle

Aktuelle Meldungen

20.03.2009:

Anschluss der Neubaustrecke in Halle(S)

Die Deutsche Bahn meldete: Derzeit entstehen bis 2011/12 in Halle-Ammendorf in einer zweiten Etappe die Bauwerke, mit denen die Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle in das Stadtgebiet von Halle eingebunden wird. Bis Mitte 2008 war nach einer ersten zweieinhalbjährigen Bauetappe in den vorhandenen Bahnanlagen Platz dafür geschaffen worden. So wurde der gesamte Komplex von Bahnbrücke und Haltepunkt Ammendorf im Bereich Regensburger Straße zur Aufnahme der zwei Neubaustreckengleise vorbereitet.

Jetzt beginnt die Errichtung von drei zusammenhängenden Ingenieurbauwerken, mit denen die Neubaustrecke von der Saale-Elster-Talbrücke kommend mit zwei Gleisen in die Mitte der Stammstrecke Halle – Weißenfels geführt wird. Im Süden gelangt die Neubaustrecke über ein etwa 150 Meter langes Überwerfungsbauwerk, einer Stahlbetonkonstruktion, über das Gleis Halle–Weißenfels. Im weiteren Verlauf Richtung Norden entsteht über der Regensburger Straße zwischen den neuen Brücken der Stammstrecke die zweigleisige Brücke der Neubaustrecke mit etwa 30 Metern Stützweite. Danach folgt eine etwa 370 Meter lange Rampe, an deren Ende sich bei der Straßenbrücke Hohe Straße die Neubaustrecke in der gleichen Höhenlage mit der Stammstrecke befindet. Auf dem gesamten Abzweig wird eine Geschwindigkeit von 160 km/h möglich.

Das Bauvorhaben ist anspruchvoll, da bei laufendem Bahnverkehr gebaut werden muss. Dafür sind viele zwischenzeitliche Bauzustände notwendig, bei denen über so genannte Bauweichen immer durchgehende Schienenstränge auf der Stammstrecke hergestellt werden. Diese Weichen sowie 300 Meter Gleis einschließlich der Oberleitungsanlagen werden für den ersten Bauzustand bis Dezember 2009 hergestellt. Mit einem Softwarewechsel werden die Signalanlagen an den Bauzustand angepasst.

Danach beginnt der Bau der Ingenieurbauwerke. Für den sicheren Stand der Bauwerke sind Gründungen notwendig, die meist auf so genannten Bohrpfählen ruhen. Dabei kommt es zu unvermeidlichen Lärmbelästigungen.

Bei Softwarewechseln und beim Einbau von Weichen kann es zu Einschränkungen im laufenden Zugverkehr kommen, über die rechtzeitig informiert wird.

Insgesamt werden in der abschließenden Bauetappe zur Einbindung der Neubaustrecke 17 Weichen, 7,7 Kilometer Gleis und 1,7 Kilometer 2 bis 3 Meter hohe Lärmschutzwände eingebaut. Die 123 km lange Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle soll 2015 in Betrieb gehen.


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