Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

 Bahnmagistrale Nürnberg–Berlin

Oberleitungen entlang der 8.1 Neubaustrecke

Um zukünftig auf der Strecke Ebensfeld – Erfurt eine Endgeschwindigkeit von 300 km/h erreichen zu können, gilt es nicht nur, Fahrbahn und Züge für diese Herausforderung bereit zu stellen, sondern ebenfalls die entsprechende Energieversorgung und -verteilung zu gewährleisten. Um die elektrische Energie an die Stromabnehmer der Triebfahrzeuge zu bringen, kommt für die Hauptgleise des ca. 107 km langen Streckenabschnitts eine Hochleistungsoberleitung der Regelbauart Re330 zum Einsatz.

Die Oberleitung wird mit einer Fahrdrahthöhe, gemessen ab Schienenoberkante, von 5,30 m errichtet. Die Regelsystemhöhe (Abstand zwischen Fahrdraht und Tragseil) beträgt auf der freien Strecke 1,80 m und reduziert sich im Tunnel auf 1,10 m. Die Anlage ist für die Befahrung mit der so genannten „Eurowippe“ konzipiert.

Die Überholgleise werden mit der Regelbauart Re 100 überspannt.

Montage des Fahrdrahtes (Foto: DB AG)

Die Oberleitungsanlage wird mit einer Spannung von 15 kV und einer Frequenz von 16,7 Hz betrieben und versorgt sowohl die Züge als auch streckennahe Betriebsanlagen.

Die Energie wird über 3 neu konzipierte Unterwerke und ein zu erweiterndes Unterwerk aus dem übergeordneten 110 kV - Hochspannungsnetz in die Oberleitungsanlage eingespeist. Für das Setzen der Maste wurde eigens ein spezielles Gründungsverfahren entwickelt. Das „Großrohr-Bohrgründungsverfahren“ ermöglicht das erschütterungsarme Einbringen der Gründungsrohre. Auf der freien Strecke kommen überwiegend Betonmaste und Stahl-Peinermaste zum Einsatz, auf Brücken werden dagegen grundsätzlich Stahlmaste verwendet.

Da in den insgesamt 18 Tunneln des Streckenabschnitts keine Maste gestellt werden, sind als Tragsystem für die Oberleitung spezielle Hängesäulen vorgesehen. Die Hängesäulen werden über im Tunnelgewölbe einbetonierte Ankerschienen befestigt.

Das Kettenwerk, bestehend aus Fahrdraht und Tragseil, Hängern, Y-Beiseilen und Stromverbindern, wird mit Kräften von 27 kN (Fahrdraht) und 21 kN (Tragseil) abgespannt. Zur Verbesserung der Rückstromführung kommt je Hauptgleis ein durchgehendes Rückleitungsseil zum Einsatz.


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