Verkehrsprojekt der Deutschen Einheit 8

VDE 8.1 Neubaustrecke Ebensfeld - Erfurt

Umwelt

Flutmulde Maintal - Heudruschansaaten

Die Offenbereiche der Flutmulden werden auf einer Fläche von ca. 20,5 Hektar mittels so genannter „Heudruschansaaten“ begrünt. Das heißt, das Saatgut wird mit einem aufwendigen Verfahren auf bestimmten ökologisch hochwertigen Grünlandflächen im Umfeld der Baumaßnahme gewonnen. Damit entsprechen die neu angesäten Flächen genetisch der einheimischen Flora und es entsteht eine Vegetation, die seit Jahrhunderten an Klima und Boden der Region angepasst ist.

Durch die Hochwertigkeit der Spenderflächen werden auch die Flutmulden mit einer artenreichen Pflanzengemeinschaft besiedelt und dauerhaft extensiv als Grünland genutzt. Diese „autochthone“ Vegetation – also Pflanzen aus einer bestimmten Region – investiert ihr Wachstum anders als die Arten der klassischen Rasensaatmischungen v.a. in ein vielfältiges und leistungsstarkes Wurzelwerk, welches dabei hilft, Trockenperioden zu überleben. Die kräftigen und verzweigten Wurzeln bieten eine hervorragende Erosionssicherung der angesäten Böschungsflächen im Hochwasserfall oder bei Starkregenereignissen.

Zusätzlich bilden die Heudruschflächen bereits nach kurzer Zeit ein ökologisches hochwertiges Biotop, da es keine Anwuchsprobleme wie bei standortfremden Pflanzen gibt. Durch das Verfahren werden neben den Blütenpflanzen und Gräsern auch andere Organismen wie Moose, Pilze und Flechten übertragen.

Wenige Monate nach der Heudruschansaat hat sich in den Flutmulden eine blütenreiche Vegetationsdecke entwickelt. (Foto: DB AG)lupe

Wenige Monate nach der Heudruschansaat hat sich in den Flutmulden eine blütenreiche Vegetationsdecke entwickelt. (Foto: DB AG)