Die Planung des Güterzugtunnels
Die Güterzugstrecke ist Teil der Ausbaustrecke Nürnberg-Ebensfeld. Sie schafft eine unmittelbare Verbindung zwischen der Ausbaustrecke und dem Rangierbahnhof in Nürnberg, welcher einer der größten Rangierbahnhöfe der Welt ist. Durch den Ausbau der Strecken zwischen Nürnberg und Fürth sowie von Fürth nach Ebensfeld wird das Angebot an Nah- und Fernverkehrsverbindungen erweitert. Auch für den Güterverkehr wird ein zunehmender Transportbedarf erwartet.
(Grafik: DB AG)
Derzeit fahren Güterzüge aus Richtung Norden in der Regel über den Fürther Bogen, den Hauptbahnhof Fürth und den Güterbahnhof Fürth vorbei am Großmarkt Nürnberg zum Rangierbahnhof Nürnberg. Im Knoten Fürth kommen weitere Züge aus Richtung Würzburg hinzu. Durch den Ausbau des Personenverkehrs im Zuge des VDE8 ist eine behinderungsfreie niveaugleiche Kreuzung von Personen- und Güterzüge nicht mehr gewährleistet.
Da eine Erweiterung der Gleisanlagen im Raum Fürth aufgrund der dichten Bebauungssituation im Stadtgebiet nicht möglich ist, soll mit der Güterzugstrecke eine unterirdisch geführte Entlastung geschaffen werden. Die Mehrzahl der aus Norden kommenden Güterzüge werden die Stadgebiete von Fürth und Nürnberg nicht mehr oberirdisch passieren, sondern in einem Tunnel auf nahezu geradliniger Trasse bis kurz vor den Rangierbahnhof Nürnberg geführt. Die spürbaren Entlastungen im Knoten Fürth kommen vor allem der Qualität des Personenverkehrs zu Gute. Für das ständig steigende Güterverkehrsaufkommen auf der Schiene kann die kontinuierliche An- und Abfahrt von Güterzügen zwischen Rangierbahnhof und den Hauptverkehrsstrecken im Norden sichergestellt werden.
Der Güterzugtunnel ist so gestaltet, dass er von allen Arten von Güterzügen befahren werden kann. In der zweigleisigen Tunnelröhre werden ausschließlich Güterzüge verkehren.
Der Güterzugtunnel ist so gestaltet, dass er von allen Arten von Güterzügen befahren werden kann.
Vereinfachter Tunnelquerschnitt (bergmännisch) (Grafik: DB AG)
Im Süden endet der Tunnel bei Großreuth. Die Züge kehren an die Oberfläche zurück, bevor sie im Bogen Kleinreuth das Tiefe Feld passieren und die letzten Kilometer bis zum Rangierbahnhof übertage zurücklegen.
Im Norden kehrt die Güterzugstrecke bei Steinach zurück an die Oberfläche. Im weiteren Verlauf nach Norden werden die Gleise gebündelt mit der BAB 73 zum Knoten Eltersdorf geführt, wo die Strecke in die Ausbaustrecke nach Ebensfeld, Erfurt, Halle/Leipzig und Berlin mündet.
Derzeit werden die Planfeststellungsunterlagen aktualisiert und die Entwurfsplanung erarbeitet. Die Planfeststellungsunterlage wird im Jahr 2011 dem Eisenbahnbundesamt übergeben.
Zahlen und Fakten
Bauwerkslänge: ca. 7000 m
Querschnitt: ca. 95 m2
Abstand der Gleisachsen:
4 m
Minimale Überdeckung:
5-6 m
Maximale Überdeckung: 25 m
Rettungsstollen (alle 500 m):
14 Stück
Entwurfsgeschwindigkeit:
120 km/h
Download:
Flyer PDF






