Geschichte und Entwicklung des Planungsgebietes der Eisenbahn-Neubaustrecke Erfurt–Leipzig /Halle
sind seit alters her eng mit bedeutenden Handels- und
Verkehrswegen verbunden. Die Via Imperii führte von den italienischen und süddeutschen
Märkten in Süd-Nord-Richtung bis zu den Handelsplätzen
der Hanse an Ost- und Nordsee. Die Via
Regia ermöglichte den Warenaustausch von West
nach Ost. Beide Wege kreuzten sich im Großraum
der Städte Erfurt (742), Leipzig (1165) und Halle /
Saale (806), die ihnen Entstehen und Entwicklung
verdanken.
Als im vergangenen Jahrhundert auf der Basis der
alten Handelswege das deutsche Eisenbahnnetz entstand, war es wiederum der Ausbau der Infrastruktur,
der den angeschlossenen Städten und Regionen
in Thüringen, Preußen und Sachsen zu wirtschaftlichem
Aufschwung verhalf. Bereits 1846 ging nach nur zweijährigem Bau die Strecke Erfurt –
Halle in Betrieb. Heute erweist sich im Zeichen der
europäischen Integration die Belebung der Infrastruktur
mehr denn je als Motor für die Weichenstellung
in Richtung Zukunft.







