Erkundungsbohrungen
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Bau einer Bahnstrecke sind genaue Kenntnisse über die Beschaffenheit des Baugrunds. Im Hinblick auf die größtmögliche Planungssicherheit wurde für das Projekt Güterzugstrecke ergänzend zu den vorangegangenen Erkundungsmaßnahmen ein weiteres umfangreiches Erkundungsprogramm durchgeführt.
Vor Beginn der Erkundungsarbeiten wurden eventuell im Untergrund verbliebene Kampfmittel aus der Zeit des II. Weltkrieges sondiert, um Gefahren für Anlieger und das Bohrpersonal auszuschließen.
Im Jahr 2010 wurden ca. 1900 zusätzliche Bohrmeter abgeteuft, um den Untergrund zwischen Nürnberg-Kleinreuth und Fürth-Steinach näher zu untersuchen. Dabei wurden lotrechte und schräge Kernbohrungen ausgeführt, mehrere Grundwassermesstellen eingerichtet und den Baugrund durch Schürfe und Rammsondierungen erkundet.
Bohrarbeiten Sommer 2010 (Foto: DB AG)
Bohrkerne in Kisten (Foto: DB AG)
Derzeit werden die entnommenen Proben und durchgeführten Laborversuche ausgewertet, aufbereitet und zu einem Baugrundgutachten zusammengestellt. Die Ergebnisse aus früheren Erkundungskampagnen werden in das Gutachten einfließen.
Aufbereitete Bohrkerne für Dokumentation (Foto: DB AG)
Die ergänzenden Untersuchungen werden weitere wichtige Erkenntnisse für die Gestaltung der Tunnelbohrmaschine liefern. Darüber hinaus werden die verdichteten Kenntnisse zu den örtlichen Grundwasserverhältnissen in Nürnberg und Fürth für die Planung eines sicheren Vortriebs herangezogen. Anhand eines dreidimensionalen Grundwassermodells lässt sich der Tunnelvortrieb bereits numerisch simulieren.
Zahlen und Fakten
Bohrungen Kernbohrungen (Tiefe bis ca. 50m) 55 Sondierbohrungen (Kleinbohrungen): 15
Sondierungen Schwere Rammsondierungen (Tiefe bis 20 m): 55
Schürfe Aufschlüsse (Tiefe bis ca. 4 m): 16
Herstellung GW-Messstellen GW-Messstellen (Durchmesser 6"): 6






