Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

 Bahnmagistrale Nürnberg–Berlin

Der Streckenbau im Streckenlos 4

Das Streckenlos 4 beginnt im Kilometer  251,510 im östlichen Voreinschnitt des Osterbergtunnels und endet im Kilometer 272,093 westlich vor der Saale-Elster-Talbrücke. Die Strecke durchquert in diesem Abschnitt die Querfurter Platte – ein flachwelliges Plateau. 


Innerhalb des Streckenloses 4 liegt die Stöbnitztalbrücke (Kilometer 251,018 – Kilometer 251,315), die als separate Baumaßnahme ausgeführt wird.

VDE 8.2 Neubaustrecke: Streckenbau im Streckenlos 4 im August 2010 (Foto: DB AG)

Die Strecke verläuft zum größten Teil in Einschnitten, um die Einflüsse der künftigen Strecke auf die Umgebung auf dass unvermeidbare Maß zu reduzieren. Hierfür werden ca. 1,575 Mio. Kubikmeter Boden ausgehoben. Auf ca. 2600 Meter Länge werden die Einschnittsböschungen durch Stützbauwerke gesichert. Der anfallende Bodenaushub wird für die Errichtung von Erdbauwerken (Bahndämme, Brückenrampen) in dieser Baumaßnahme verwendet oder einer anderweitigen Verwendung zugeführt. Innerhalb des Streckenloses 4 werden ca. 77.000 m³ Boden in Lärmschutzwälle, Dämme und Brückenrampen eingebaut. Um eine ausreichende dauerhafte Standfestigkeit dieser Böden zu gewährleisten, werden die in den Dämmen und Brückenrampen eingebauten Böden mit Bindemitteln verbessert. Im Zuge der Erdarbeiten werden neben der Strecke neun Regenrückhaltebecken errichtet, zwei davon als Versickerungsbecken. Zur Herstellung der erforderlichen Baufreiheit für den Streckenbau werden zahlreiche Leitungsumverlegungen von querenden Leitungen im Vorlauf zu den eigentlichen Streckenbauarbeiten ausgeführt. 


Um die Kapazität dieser Strecke künftig optimal ausnutzen zu können, werden bei Jüdendorf und bei Dörstewitz Überholbahnhöfe gebaut.

Im Streckenlos 4 werden außerdem vier Eisenbahnüberführungen, 14 Straßenüberführungen und zwei Kreuzungsbauwerke zur Über- / Unterquerung bestehender Nebenbahnen hergestellt.

Überführung einer Landstraße bei Bad Lauchstädt (L163) im Streckenlos 4 (Foto: DB AG)

Darüber hinaus erhält der Ort Wünsch eine neue Ortsumgehung, zum Ort Dörstewitz wird eine bestehende Ortsanbindung ausgebaut.

Um die Belästigung der Anwohner durch die Bauarbeiten auf das unvermeidbare Maß zu reduzieren, wird während der Bauzeit neben der künftigen Neubaustrecke eine 6 Meter breite, befestigte Baustraße angelegt. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird diese Baustraße auf eine Breite von 3,50 Meter zurückgebaut. Die ehemalige Baustraße dient dann als Bahnseitenweg und auch gleichzeitig als Wirtschaftsweg, um die an die Bahnstrecke angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen erreichen zu können.

Vor Beginn der Arbeiten wurden umfangreiche archäologische Grabungen auf insgesamt 15 Teilflächen durchgeführt. Über die zahlreichen Funde während der Grabungen wurde in der lokalen Presse ausführlich berichtet.


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