Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

 Bahnmagistrale Nürnberg–Berlin

Die Bauverfahren der Saale-Elster-Talbrücke

Das Bauvorhaben erforderte ungewöhnliche Technologien und Abläufe. Zwei Aufgaben waren miteinander zu verbinden: Die Errichtung einer ingenieurtechnisch sehr anspruchsvollen Konstruktion und die gleichzeitige Einhaltung umfangreicher ökologischer Randbedingungen in jeder Phase des Baus. Durch eine komplexe technisch-ökologische Herangehensweise wurden die Aufgaben gelöst. Die Deutsche Bahn hat neben der üblichen technischen Bauüberwachung auch eine ökologische Bauüberwachung eingesetzt. Ergänzend dazu wurde ein unabhängiges hydrologisches Monitoring- Programm installiert, welches durch einen behördlichen Arbeitskreis überwacht und gesteuert wird.

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Betonieren eines Pfeilers "Vor-Kopf-Bauweise" (Foto: DB AG)

Ausgewählte Bauverfahren

Vor-Kopf-Bauverfahren: Die Gründungen, Pfeiler und der Überbau wurden von einer auskragenden Arbeitsplattform von bereits hergestellten Brückenabschnitten ausgebaut.

 

(Grafik: DB AG)

Diese vorgestreckte Rüstung besteht aus einem verschiebbaren Stahlbau-Fachwerkträger, welcher über drei Brückenfelder reicht. Er hat eine Länge von 132 Metern. Die Gründung der Brückenpfeiler im Abstand von 44 Metern sowie die Betonage erfolgte von dieser Rüstung aus. Ein Seilbagger übernahm den Baugrubenaushub. Bei diesem Verfahren gab es keine weiteren Eingriffe in das Gelände. Es wurde in zwei Abschnitten mit 1,2 Kilometern Länge angewandt.

Vorschubrüstung: Die Brücke wurden abschnittsweise betoniert, wobei ein Vorschubgerüst über die Pfeiler von einem Brückenfeld zum nächsten geschoben wurde. Dieser Vorgang war so oft zu wiederholen, bis die Brücke am anderen Widerlager angelangte. Dabei wurden die Gründungen (Fundamente) und die Pfeiler mit konventioneller Schalung vorauseilend erstellt.

Traggerüstbauweise: In Bereichen der Brückenaufweitung sowie der Kreuzung mit der Bundesstraße B91 (Halle–Schkopau) und der Saale erfolgte der Brückenbau mittels Traggerüsten, die zwischen den Pfeilern installiert wurden. Die Pfeilergründungen der Brücke erfolgten innerhalb von dichten Spundwandkästen. Damit wurden u. a. die Trinkwasseranlagen des Wasserwerkes Beesen geschützt. Notwendige Baustraßen und Baustelleneinrichtungsflächen wurden auf feucht geprägten Böden mit Baustraßenbrücken geführt, um den Boden und Amphibien zu schonen.


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