Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

 Bahnmagistrale Nürnberg–Berlin

Modernisierung der Bahninfrastruktur im Knoten Halle (Saale), Bereich Halle-Rosengarten

Die Modernisierung der Bahninfrastruktur beinhaltetet auch den äußeren Knoten Halle. Dazu sind im Südwesten der Stadt folgende Maßnahmen vorgesehen:

1. Komplexmaßnahme Halle-Rosengarten
2. Neubau ESTW-A Angersdorf
3. Ertüchtigung der Saalebrücke und der Saaleflutbrücke
4. Tangierende Maßnahmen

Teil der Baumaßnahmen der südwestlichen Ein- und Ausfahrt der Bahn vom Hauptbahnhof in Richtung Angersdorf ist die „Komplexmaßnahme Halle-Rosengarten”. In diesem ersten Abschnitt wird der Spurplan erneuert und den künftigen Bedürfnissen bzw. den der modernen ESTW-Technik angepasst. Die alten Bahnanlagen waren überwiegend Ende des 19. Jahrhunderts entstanden.

Neben der Spurplanerneuerung erfolgt der Abriss und der Neubau von drei Brücken, die Erweiterung des Haltepunktes Halle-Rosengarten und die Realisierung eines Lärmschutzkonzeptes zum Schutz der angrenzenden Wohngebiete.

Um die Belastung für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, werden diese Teilprojekte und zahlreiche Einzelmaßnahmen der DB entlang der Strecke zwischen Halle Hauptbahnhof und Bahnhof Angersdorf gebündelt. Anstatt–wie ursprünglich vorgesehen–zwischen 2019–2024 zu bauen, werden jetzt die einzelnen Vorhaben mit einer Sperrung zwischen Februar 2021 und November 2021 realisiert. Während dieser Bauphase wird die Strecke, über die der Reiseverkehr nach Kassel, die S-Bahn nach Nietleben sowie der Güterverkehr rollen, voll gesperrt.

Neue, barrierefreie Bahnsteige

Der Umbau des Haltepunkts Halle-Rosengarten wird den Ansprüchen modernen Zugverkehrs gerecht. Die 55 Zentimeter hohen Bahnsteige sind durch Treppen und über eine neugebaute Rampe barrierefrei erreichbar. Die Bahnsteiglänge wird 155 Meter betragen. Damit ist ein komfortables Ein- und Aussteigen über die gesamte Länge eines Zuges möglich. Alle Umbauten sind damit PRM-gerecht (PRM = Personen mit eingeschränkter Mobilität) und erleichtern mobilitäts-eingeschränkten Personen die Reise.

Elektronische Stellwerke (ESTW)

Der Knoten Halle wird komplett auf Elektronische Stellwerkstechnik umgestellt. Die Stellwerke sichern, mit Hilfe von Weichen und Signalen die Gleisanlagen für den Zug. Lange Zeit wurde dies mit mechanischen Stellwerken getan. Im modernen Zugverkehr werden ESTW eingesetzt. In Mitteldeutschland sind diese an die Betriebszentrale in Leipzig angeschlossen und werden von dort gesteuert. Fahrdienstleiter steuern in Betriebszentralen per Computer die ESTW-Unterzentralen (ESTW-UZ) Weichen und Signale. Das ESTW-A Angersdorf wird Ende 2021 in Betrieb gehen.

Lärmschutz

Lärmschutz Schallschutz kann durch aktive und passive Schallschutzmaßnahmen realisiert werden. Dafür kommen an einzelnen Standorten beispielsweise Schallschutzwände (aktiver Schallschutz) oder Schallschutzfenster (passiver Schallschutz) zur Anwendung. Die Bahn baut Lärmschutzwände beidseitig der Strecke vom Haltepunkt Halle-Rosengarten bis zur Paul- Suhr-Straße. Lärmschutzwände bahnrechts der Kasseler Straße sind Bestandteil eines freiwilligen Programms des Bundes um den Schienenlärm an bestehenden Strecken zu reduzieren, hier besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Lärmschutzmaßnahmen.

Beim Neu- oder Ausbau von Bahnstrecken basiert die Lärmvorsorge bei der Bahn auf den gesetzlichen Bestimmungen des Bundes- Immissionsschutzgesetzes (BImSchG). In einem schalltechnischen Gutachten werden die Schallimmissionswerte und die Veränderungen durch die Baumaßnahmen errechnet. Darüber hinaus setzt die DB AG auf schallmindernde Maßnahmen an Fahrzeugen. Diese bekämpfen den Lärm direkt an der Quelle, den Rädern. Die Umrüstung der Bestandsgüterwagen auf die lärmarmen Verbundstoffbremssohlen – die sogenannte „Flüsterbremse“ – nimmt dabei einen zentralen Stellenwert ein. Der Einsatz lauter Güterwagen ist auf Basis des Schienenlärmschutzgesetztes (SchlärmschuG) ab 2020 nicht mehr zulässig. Weitere Informationen zum Thema Lärm- und Schallschutz erhalten Sie im Lärmschutzportal der DB AG: http://www1.deutschebahn.com/laerm/start.

Bahnbau und Umwelt

Der Ausbau einer Eisenbahnstrecke ist mit Eingriffen in die Natur und in das Landschaftsbild verbunden. Diese werden jedoch nach einem detaillierten landschaftspflegerischen Konzept gemindert oder ausgeglichen. Vor dem eigentlichen Baubeginn werden Eidechsen abgesammelt und in vorbereitete geeignete Biotope umgesiedelt.


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