Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8

 Bahnmagistrale Nürnberg–Berlin

24.09.2014
Start für bahntechnische Ausrüstung zwischen Thüringen und Oberfranken

Neue Bauetappe beginnt mit Transformatorenhäuschen

Am Mittwoch begann bei Ilmenau eine neue Etappe beim Bau der 107 Kilometer langen Neubaustrecke durch den Thüringer Wald. Die Strecke erhält ihre bahntechnische Ausrüstung, viele Kabel und Schalthäuser werden die Stromversorgung sichern. Volker Hädrich, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Thüringen, Inge Klaas, Staatssekretärin im Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr sowie Mike Flügel, Bauherrenvertreter der DB Netz AG, begleiteten das Einheben einer Stromversorgungsstation – eines Transformatorenhäuschens - auf das vorbereitete Fundament. Sie wird das elektronische Stellwerk am Überholbahnhof Ilmenau-Wolfsberg im Thüringer Ilmkreis versorgen. Die Station misst zirka 3 x 3 x 3,6 Meter (B/T/H) und wiegt rund 20 Tonnen. Sie ist eine von 106 derartigen Stationen. Davon sind 17 Trafostationen.

Auf der Neubaustrecke Ebensfeld werden fast 500 Kilometer Mittel- sowie Niederspannungskabel verlegt. Im Gegensatz zum Bahnstrom für die Fahrzeuge besitzt diese Stromversorgung aus dem öffentlichen Netz eine Frequenz von 50 Hz. Deren Bereitstellung erfolgt über Trafostationen aus dem Mittelspannungsnetz oder über Zähleranschlusssäulen aus dem Niederspannungsnetz des Verteilnetzbetreibers.

Mit Strom versorgt werden müssen unter anderem: Die Elektronischen Stellwerke (ESTW), bei denen der Datenaustausch zwischen der Betriebszentrale und dem Zugführer des kilometerweit entfernten Zuges erfolgt, die GSM-R-Anlagen, welche das bahneigene Funknetz aufbauen, die Heißläuferortungsanlagen (HOA), welche die Radsatzlager eines überfahrenden Zuges überprüfen, die Sicherheitsinstallationen in den 22 Tunneln, wie die Notbeleuchtung mit 3.600 Notlichtversorgungsgeräten und etwa 7.000 Leuchten sowie die Fluchtwegbeschilderung, die Weichenheizungen- hier sind es genau 68 Stück-, welche einen sicheren Winterbetrieb gewährleisten.

Die Hauptarbeiten für diese Bauarbeiten finden von 2014 bis September 2015 statt. Die Inbetriebnahme der Verbindung Nürnberg-Berlin (VDE8) mit 230 Kilometern Neubauanteil ist für 2017 vorgesehen. Sie ermöglicht eine Reisezeit zwischen München und Berlin von etwa vier Stunden und bietet eine umweltfreundliche Alternative zu Straßen- und Luftverkehr.


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